Blätter

Smart Gardening

In seinem Artikel „Technopark“ vom letzten Wochenende in der SZ (Nr. 239 vom 15./16.10.2016) schreibt Gerhard Matzig großartig von der verstärkten Tendenz, auch den Garten zu digitalisieren. Begründet in der großen Diskrepanz zwischen Wunsch, das Glück im eigenen pflegeleichten Garten zu finden, und Wirklichkeit, der vielen Arbeit. Ein Garten verlangt viel persönlichen Einsatz, wenn man ihn über Jahre hegen und pflegen will. Und gerade darin liegt die Freude: zu sehen, was man selbst mit viel Ausdauer und Ackern geschaffen hat.

Gerhard Matzig hat ein treffendes Wort gefunden: „Garteln 2.0“. Hier und da ein wenig zupfen, ein wenig pseudo-gärtnern und am liebsten von der Liege aus Mähroboter, automatische Bewässerungssysteme und weitere digital steuerbare Geräte beobachten. Das Smart House ist um den Smart Garden erweitert worden und in Zukunft könnten wir wahrscheinlich vieles digital überwachen wie z. B. das Düngen, der Pflanzenwuchs, die Schneckenattacken und der Gesundheitszustand der Pflanzen.

So ist das Smart Gardening ein paralleles Phänomen zum Urban Gardening, das weltweit die Städte belebt und zum Teil neu definiert.

Leider habe ich bisher keinen Link zum Artikel gefunden und aus rechtlichen Gründen kann ich ihn nicht komplett hier abbilden.

Deswegen möchte ich nun Gerhard Matzig wenigstens mit seinen Fazit zitieren:

„Jetzt, im Herbst, wird uns klar, dass er Arbeit macht, der Freund. Dass er Zeit kostet. Dass er macht, was er will. So übergeben wir ihn demnächst den digitalen Optimierungsassistenten. Der smarte Garten ist insofern eine Besserungsanstalt für die Natur. Doch in den perfektionierten Gärten werden wir in aller Muße und Langeweile erkennen, dass man es darin nicht aushält. Die Vertreibung aus dem Paradies hat einen Namen: Smart Gardening.“