Ist ja alles so schön bunt hier …

Wenn ich zu Hause meinen Müll entsorge und die verwertbaren Bestandteile (»Grüner Punkt«) unter der Spüle in der Küche sammle, bin ich jedesmal überrascht, wie schnell der Behälter voll ist. Mein Müllaufkommen hat zugenommen – scheint mir. Und ich bin wohl nicht allein. Das Statistische Bundesamt vermeldet: »2013 fielen in Deutschland im Durch­schnitt 617 Kilogramm Siedlungs­abfall je Einwohner an. Damit lag die Abfall­menge deutlich über dem EU-Durchschnitt von rund 481 Kilogramm je Einwohner. Noch höhere Werte gab es nur in Zypern (624 kg), Luxemburg (653 kg) und Dänemark (747 kg). Hingegen war das Abfall­aufkommen vor allem in den östlichen EU-Staaten deutlich geringer. Die niedrigsten Mengen je Einwohner verzeichneten Rumänien (272 kg) und Estland (293 kg).«

Ein nicht geringer Teil meines Abfalles sind Verpackungen: Flaschen, Dosen, Behälter für Gemüse und natürlich Plastiktüten. Bei dem ganzen Plastilmüll der überwiegend nur »thermisch wiederverwertet« wird (also verbrannt) ist mir wieder dieser Film eingefallen, den ich vor einiger Zeit mal gesehen hatte: PLASTIC PLANET von Werner Boote. Im Film folgt der Regissseur den Spuren des Plastiks quer über den ganzen Globus.

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Zum Film selber schreiben die Macher: »Wir sind Kinder des Plastikzeitalters: vom Babyschnuller bis zur Trockenhaube, von der Quietscheente bis hin zum Auto. Plastik ist überall: In den Weltmeeren findet man inzwischen sechsmal mehr Plastik als Plankton (…)

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Die Menge an Kunststoffen, die wir seit Beginn des Plastikzeitalters produziert haben, reicht aus, um unseren gesamten Erdball sechs Mal in Plastikfolie einzupacken.

(…) Werner Boote, dessen eigener Großvater ein Pionier der Plastikindustrie war (…) stellt Fragen, die uns alle angehen: Schadet Plastik unserer Gesundheit? Wer ist verantwortlich für die Müllberge in Wüsten und Meeren? Wer gewinnt dabei? Wer verliert? Wenn Sie diesen Film gesehen haben, werden Sie nie wieder aus einer Plastikflasche trinken! PLASTIC PLANET ist ein unterhaltsamer und investigativer Film, der zeigt, dass Plastik zu einer Bedrohung für Mensch und Umwelt geworden ist.«

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Den Film kann man sich online in der Mediathek der Bundeszentrale für politische Bildung ansehen: http://www.bpb.de/mediathek/187448/plastic-planet

Weitere Informationen zu Leben mit weniger Plastik gibt es zum Beispiel hier: http://www.besser-leben-ohne-plastik.de/

Interessant finde ich auch den Ansatz, an einem Tag der Woche ganz gezielt zu versuchen  Plastik zu vermeiden: http://plasticfreetuesday.com