Wie Sand am Meer

Wie Sand am Meer

Eines der wohl eindrucksvollsten – weil für den Laien so überraschenden – Beispiele für die Endlichkeit der Ressourcen auf der Erde liefert die sehr sehenswerte Dokumentation »Sand« die bei Arte und 3sat lief und in 7 kleinen Happen bei YouTube verfügbar ist.

Entgegen der allgemeinen Ansicht ist die sprichwörtlich unendliche Menge an Sand keineswegs unbegrenzt. Sand ist eine begehrte Ware, die weltweit gehandelt wird und »heutzutage Bestandteil zahlreicher Alltagsprodukte, häufiger noch als Erdöl. Wir finden Sand in Nahrungsmitteln, Kosmetika, Putzmitteln aber auch in elektronischen Produkten wie Computern, Handys und Kreditkarten«, schreibt der Sender in der Ankündigung der Dokumentation. Der weitaus größte Sandverbraucher aber ist die Bauindustrie.

Das Bevölkerungswachstum und die Entwicklung der Schwellenländer sorgen für einen Bauboom und eine der wichtigsten Rohstoffe für die Bauindustrie ist Sand – Stahlbetonbauten bestehen zu einem Drittel aus Zement und zu zwei Dritteln aus Sand. Da nicht jeder Sand für die Verarbeitung im Bau geeignet ist (die Sandkörner des Wüstensandes sind wegen ihrer Form nicht verwendbar) sind die Vereinigten Arabischen Emirate einer der weltweit größten Importeure von Sand – sie importieren für die zahlreichen Bauprojekte in Dubai Sand aus Australien. Das ist nur eines der zahlreichen interessanten Beispiele aus dem Film.

Den ganzen Film kann man bei YouTube finden. Unbedingt ansehen!