Selbstgemachte Inseln

Selbstgemachte Inseln

Die Immobilienbranche wirbt schon länger damit: Grundstücke sind eine begrenzte Resource. Wie wäre es, wenn man sich selber ein Grundstück erschaffen könnte? Am Besten mit eigenem Strand …

Genau das ist der grundlegende Gedanke des Projekts »Open Island«: Eine Insel selber bauen.

Open Source Konzepte für schwimmende Inseln. (Foto © Joy Lohmann)

Seit Anfang des Jahres wird in Berlin an mehreren Inseln gebaut. Grundlage dafür ist die Selbstbau-Anleitung derindischen »Sealand Multiversity« die mit ihren Partnern eine modulare Schwimminsel aus Recyclingmaterial gebaut hat. Die Berliner bauen mehrere Inselteile (Garten, Bühne, Werkstatt, Bar, Spielplatz, Hütte…) und fügen sie beim Spreeknie-Festival zu einer großen Insel zusammen.

»Open-Island« ist ein langfristiges Open-Source Projekt. Während in Berlin mehr der Spass am gemeinsamen bauen im Vordergrund steht, ist aufgrund der steigenden Meeresspiegel die Idee von schwimmenden Inseln durchaus geeignet reale Probleme zu lösen.

Projektverantwortliche sind der deutsche Verein »Positive Nett-Works« und die indische NGO »Inspire Trust« in Goa in Projektzusammenarbeit mit zahlreichen weiteren Vereinen, Gruppen und Netzwerken.

Wer die Inseln sehen will, hat dazu demnächst in Berlin die Gelegenheit: beim Grande Finale zu »Kunst am Spreeknie« am 11. und 12.7.2015.

Open Source Konzepte für schwimmende Inseln. (Foto © Joy Lohmann)

Bereits seit 2008 schwimmt in Mexiko die Insel des britischen Künstlers Richard Sowa. Nach der Zerstörung einer ersten Insel durch einen Hurrican im Jahr 2005 ist »Joyxee Island« bereits die zweite von Sowa geschaffene Insel. Die Grundlage für Schwimmunterlage der Insel sind mit Luft gefüllte Plastikflaschen, die für den nötigen Auftrieb sorgen. Im Video kann man Sowa und seine Insel erleben. Im Moment ist die Insel noch über Leitungen für Frischwasser und Abwasser mit dem Festland verbunden, Sowa träumt aber davon, mit der Insel aufs offene Meer zufahren …