Das Geheimnis des Bienensterbens

Den Bienen geht es nicht gut. Seit 2006 verschwinden überall auf der Welt ganze Bienenvöker, zurück bleiben verlassene Beuten (so nennen Imker den Bienenstock) mit Waben und Honig aber ohne Bienen. Während früher ungefähr 15 Prozent der Völker den Winter nicht überlebten liegt die Rate heute in den USA bei 30 Prozent. Seit 2006 sind in den USA 10 Millionen Bienenvölker versschwunden.

Bienenwabe

Das rätselhafte Verschwinden hat schon einen Namen,  Colony Collapse Disorder (CCD), auch wenn die Ursache für den Tod der Völker noch ungeklärt ist. Sicher ist hingegen, das Bienen einen überaus wichtigen Beitrag bei der Lebensmittelproduktion leisten. Ohne den Beitrag der Bienen bei der Bestäubung der Blüten müsste die Menschheit auf fast ein Drittel der Nahrungsmitel verzichten.

Das Thema ist so wichtig, das sich auch große Medien damit beschäftigen, das amerikanische TIME Magazine widmete den Bienen die Titelgeschichte im August 2013: »A world without bees«, die Süddeutsche Zeitung griff das Thema eine Woche später in einem großen Artikel im Wirtschaftsteil auf.

time-magazine

Eine Dokumention auf Arte geht dem Thema nach. »Ein Drittel der menschlichen Nahrung hängt  unmittelbar von der Biene ab, dem wichtigsten Bestäuber von Pflanzen. (…)

Seit mehreren Jahren sterben weltweit Milliarden von Bienen ohne sichtbaren Grund. Bislang konnte kein Krankheitserreger als Ursache des Massensterbens ausfindig gemacht werden. Wissenschaftler zahlreicher Fachrichtungen suchen nach einer Erklärung. Der Dokumentarfilm fragt nach, was die Forscher in den vergangenen vier Jahren in Erfahrung gebracht haben und ob sie inzwischen Lösungen anbieten können. (…)

 Über die Ursachen gibt es bisher nur Vermutungen – Genmutation, neue Pestizide, Mobilfunkstrahlungen, ein Virus –, aber keine endgültige Erkenntnis. Seit vier Jahren investieren Regierungen und verschiedene wissenschaftliche Einrichtungen beachtliche Mittel in die Erforschung und mögliche Beseitigung der Ursache dieser programmierten Katastrophe. Hat die Wissenschaft eine Antwort gefunden? Kann sie die Bienen überhaupt retten?

Um diese Fragen zu beantworten, verfolgte der Dokumentarfilm »Das Geheimnis des Bienensterbens« die Arbeit verschiedener Wissenschaftlerteams, die mit unterschiedlichen Hypothesen die Ursachen der weltweiten Bedrohung der Honig- und Wildbienen zu verstehen versuchen. Der Film geht auch der Frage nach, wie es zu den radikalen Veränderungen im Verhältnis von Mensch und Biene kam, das sich lange Zeit im Gleichgewicht befand. Lange bevor das Colony Collapse Disorder in die Schlagzeilen geriet, hatten Wissenschaftler und Bienenzüchter den Schwund der Bienen und anderer Bestäuber festgestellt.Bisher gibt es keine genauen Diagnosen der Wissenschaftler. Aber selbst wenn die Forschung die Ursachen dingfest macht, ist damit noch kein Heilmittel gefunden. Die Wissenschaft bleibt machtlos, solange landwirtschaftliche Produktionsmethoden nicht hinterfragt und verändert werden. Aber ist die Menschheit bereit, sich dieser Herausforderung zu stellen?« (Pressetaxt von Arte)
Hier der Dokumentarfilm in ganzer Länge.