Kostenloses Obst für alle: Mundraub.org

Kostenloses Obst, mitten in der Stadt? Gibt es das wirklich? Die Internetplattform mundraub.org versucht genau das und möchte Früchte die niemand erntet allgemein verfügbar machen. Die übersichtliche Seite bietet unter der Rubrik MundraubMap eine Karte mit öffentlich zugänglichen Obstbaumen, Beerensträuchern und Kräutern an. Die Suchmaske erlaubt es dabei, den eigenen Wohnort einzugeben und schon werden Standorte in der Nähe angezeigt. Nach einer kostenlosen Registrierung kann man auch selbst neue Standorte eintragen.

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Ein aktueller Artikel in der Süddeutschen Zeitung am Wochenende stellte die Plattform vor und dabei auch einige provokante Fragen, z.B. : Ist das kriminell oder vorbildlich?



Auf der Internetseite selbst gibt es eine Erklärung der Betreiber, die eventuelle negative Vorurteile ausräumt: »Mundraub.org verfolgt das Ziel, in Vergessenheit geratene Früchte wieder in die Wahrnehmung zu rücken und in Wert zu setzen, um sie als Teil unserer Kulturlandschaft und der Biodiversität dauerhaft zu erhalten. Hinter den Icons auf der MundraubMap stehen echte Bäume, Sträucher und Kräuter. (…) Die Plattform lebt davon, dass ihr verantwortungsvoll und respektvoll mit der Natur und den kulturellen und privatrechtlichen Gegebenheiten in eurer Region umgeht. (…)
Deshalb beachtet bitte folgende Mundräuber-Regeln:
Kurzfassung
1. Stellt vor dem Eintragen bzw. Ernten sicher, dass keine Eigentumsrechte verletzt werden.
2. Geht behutsam mit den Bäumen, der umgebenden Natur und den dort lebenden Tieren um.
3. Teilt die Früchte eurer Entdeckungen und gebt etwas zurück.
4. Engagiert euch bei der Pflege und Nachpflanzung von Obstbäumen.«

Ein Handbuch (8,90 Euro inklusive Versand) informiert über Ernten, Verabeiten, Pflanzen und Pflegen. Die 10seitige Leseprobe bei issuu.com ist kostenlos.


Ich selbst habe auf der Karte einen Walnussbaum hier in meiner Gegend entdeckt, den ich mir jetzt im Herbst einmal genauer ansehen möchte …