Bierfallen gegen Schnecken ab November

Pflanzen im Schnee

Schnecken ökologisch bekämpfen.

Wer kennt das nicht: Gemüse, Kräuter und Blumen erfreuen sich ihres Gartenlebens und ich mich mit ihnen und eines morgens: Kahlschlag. Die Schnecken haben zugeschlagen und von den Radieschen sehe ich nur noch ein wenig rote Schale und einiges Grün. Der Rest: weggefressen.

Und während die Schnecken nachts ihre Partys feiern, frage ich mich, was tun, wenn ich nicht gerade chemische Mittel einsetzen möchte.

Auch mir bekannt: die Bierfallen. Schnecken lieben den Duft des Gerstensaftes. So grabe ich glattwandige Becher im Garten ein, fülle sie halbvoll mit Bier und freue mich über jede Nacktschnecke, die nicht schwimmen kann. (ja ich gebe zu, der Tierschutz steht in diesem Fall nicht an erster Stelle.) Und die Leichen werden in der Mitte kurz und schmerzlos durchgeschnitten und entsorgt.

Schnecken brauchen manchmal ergänzendes Futter, vor allem im Winter. So dass es auch hilfreich ist, im Winter  – so ab November – Bierfallen aufzustellen, um die erste Generation abzufangen. Dies Idee stammt nicht von mir sondern von Gisela Redemann.

Gisela Redemann vom VHS Biogarten in Düsseldorf empfahl in der Sendung ARD Ratgeber Haus + Garten vom 24.08.2014 mit Bierfallen nur im Winter von November bis Ende Februar die Nacktschnecken abzufangen. Nach milden Tagen ist dann die erste Schneckengeneration beseitigt. Danach macht der Einsatz von Bierfallen keinen Sinn mehr, da neue Schnecken von weiter weg angelockt würden. Außerdem würden sonst wandernde Amphibien in den Bierfallen landen. In der Saison sammelt sie regelmäßig abends oder frühmorgens die Schnecken mit der Pinzette ab.

Eine weitere Möglichkeit ist, alte Holzbretter, Dosen oder umgedrehte Teller auszulegen, da diese ein guter Unterschlupf für Schnecken sein könnten, denn die Schnecken verstecken sich tagsüber gerne an dunklen und feuchten Orten. Dort kann man dann die Tierchen jeden Tag bequem abfangen bzw. absammeln.

Da die Schnecken auch feuchten Boden benötigen und nachtaktiv sind, kann es auch helfen, die Pflanzen morgens zu gießen, damit der Boden bis abends ausgetrocknet ist. Dieses habe ich noch nicht ausprobiert, aber wenn jemand damit Erfahrungen hat, würde ich mich über ein Feedback freuen.

Sehr hilfreich ist auch die Unterstützung eines Igels, der auf Schneckenjagd geht. So kann ich nur hoffen, dass sich eines Tages ein Igel den Garten als Heimat aussucht. Einige Unterschlupfe sind für ihn schon vorhanden.

Weitere Informationen finden Sie unter:

http://www.daserste.de/information/ratgeber-service/haus-garten/sendung/wdr/2014/sendung-vom-24082014-102.html

 http://www.schnecken-wissen.de/bekaempfung_mechanisch.html

Garten im Schnee